Dezember 09, 2014

bei Rie Elise Larsen

Während unseres Kopenhagen Wochenendes haben wir an einem Jule Workshop bei Rie Elise Larsen teilnehmen können, große Aufregung und großer Spaß. Und das kam so: Inzwischen bin ich ja auch eine mehr oder weniger fleißige Instagramerin und folge dort so einigen ähnlich- und gleichgesinnten und auch ein paar anderen Fotographen. Unter anderem eben auch Rie Elise Larsen, von deren Papierideen ich schon seit längerem begeistert bin.

 
Auf ihren Namen war ich überhaupt erst gekommen, als meine Mutter vor ein paar Jahren eine Kissenhülle und einen Kannenwärmer ihrer Firma gekauft hatte. Weil mir damals der Name nichts sagte, hatte ich recherchiert, um welche Designerin es sich überhaupt handelte. Sie hat einen netten Youtube Kanal, wo sie Ideen teilt und von dem ich mich zu den Papierkegeln habe inspirieren lassen. Und nun tauchte auf ihrem instagram account ein Werbefoto für ein paar Workshop Termine auf, unter denen auch einer genau an unserem geplanten Kopenhagenwochenende lag. Ich verstand nicht alles, da die Ankündigung natürlich auf dänisch war, z. B. ob das eine Veranstaltung vor allem für Kinder sein sollte, aber nach kurzer Diskussion im Mädelskreis war schnell beschlossen, einfach eine Anfrage per email an Rie zu schicken. Da ihr Post bereits mehrere Tage zurück lag, war ich fast schon davon ausgegangen, dass es keine Plätze mehr geben würde. Doch ihre Antwort kam bereits nach ein paar Stunden. Und die war total freundlich und positiv und nein, der Workshop sei auch vor allem für erwachsene Kinder gedacht. Da habe ich aber gejubelt. Wir seien auch als vier nicht dänisch sprechende Teilnehmerinnen herzlich willkommen und wie großartig dieser Zufall sei, es kam gleich auch noch eine Wegbeschreibung mit und so machten wir uns am Sonntag nach dem Frühstück aus Bjarnes Apartment auf den Weg nach Nordhavn. Dort am Meer, in einem Viertel, das gerade eine Großbaustelle ist, hat Rie ihr Büro und ihren Show- und Kreativraum.




Ich war schon sehr gespannt, in welchem Ambiente der Kurs wohl stattfinden würde und wurde nicht enttäuscht. Ein großer, freundlicher und besonders bei schönem Wetter sicher heller  Raum mit hübschen Vitrinenschränken, einer Küchenzeile, bereits für die Arbeit vorbereiteten Gruppentischen, sogar eine krumme Kiefer stand im Raum, behängt mit selbstgemachten Objekten als Anschauungsmaterial. Alles liebevoll hergerichtet, viele hübsche Details, viel skandinavisch weiß, aber auch viele Farben. Wir waren ein wenig zu früh dran, wurden aber von Rie und ihrer Geschäftspartnerin Mette freundlich in Empfang genommen, hielten ein kleines Schwätzchen, um unserer Begeisterung Ausdruck zu verleihen über den tollen Zufall, das passende Wochenende und das Glück, dass wir noch teilnehmen konnten. Wir konnten uns schon mal umschauen, Fotos machen und Eindrücke sammeln, auch Eindrücke darüber, was wir wohl basteln würden.














 

 
Und dann ging es um kurz nach 11 Uhr auch schon los. Zusammen mit weiteren zwölf Däninnen sollten die nächsten drei Stunden ziemlich anstrengend werden, da Rie ein für die Zeit straffes Programm geplant hatte. Sie hatte uns um Verständnis gebeten, den Kurs auf dänisch zu halten, zumal es auch das erste Mal für sie sei, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Dem gab es natürlich nichts entgegen zu setzen. Abgesehen davon war es durchaus möglich, ihren Erläuterungen zu folgen, Mette übersetzte zwischendurch für uns und auch die anderen Teilnehmerinnen erklärten uns ein paar Dinge. Und ansonsten hieß es einfach schauen, was die anderen machen. Allerdings wurde beim Zuhören doch sehr schnell klar, dass es sehr schwierig werden würde, die dänischen Erklärungen zu verstehen, bei nur sehr wenigen Wörtern war ich in der Lage, ihre Bedeutung zu erahnen, die dänische Sprache ist doch auch nochmal etwas völlig anderes. Es war aber wirklich ein workshop, kaum Zeit, zwischendurch den bereit gestellten Kaffee und Kuchen zu verzehren, wir gerieten geradezu ins Schwitzen und in Hektik, in der vorgegeben Zeit alles fertig zu bekommen. Wir begannen mit dem Verglitzern von Tannenzapfen, damit diese schon mal trocknen konnten vor der weiteren Bearbeitung, während wir danach starteten, unsere eigene lustige Eule herzustellen. Das dauerte alles seine Zeit, bis man sich gepuzzelt, alles notwendige Material zusammengesucht und parat hatte. Und zwischendurch hieß es auch noch, ein Papierornament zu basteln. Und dabei mußten soviele Entscheidungen getroffen werden: Welche Augen soll die Eule bekommen, wie groß der Lärchenzweig sein, welches Hütchen, welches Papier für die Rosette, möchte ich irgend etwas mit Blümchen oder Knöpfen verzieren, wie gestalte ich die Strahlen der „Schneeflocke“… Fragen, die die Welt bewegen. Und dabei an sich großartig, wie man aus Material, das man immer zuhause hat, nämlich leeren Toilettenpapierrollen und wenigen weiteren Zutaten, wie Krepppapier und oder Tortenspitze, hübsche Dinge zaubern kann. Ein wenig Glimmer auf Tannenzapfen, einen Puschel aus Seidenpapier falten und zuschneiden, mit einem Band daran befestigen, fertig ist der Anhänger. Aber Klebepistolen sind dabei durchaus hilfreich, das habe ich dann doch auch mal gemerkt und wieder daheim, mir gleich eine besorgt.





 
 
Nach den drei Stunden waren wir total platt, aber auch ziemlich euphorisiert und aufgedreht. Jede Teilnehmerin bekam einen Karton, in dem die kleinen Werke nach Hause transportiert werden konnten, es gab noch einen kleinen Popup shop, von dem ich noch ein Tütchen Glitzerglimmer, Sterne, Papier (ja, ich weiß, meine Vorräte…) und ein Heftchen mit Bastelideen mitnahm. Zusammen mit den unfertigen Objekten. Die Eule hielt nicht an meinem Lärchenzweig, der „Schneeflocke“ fehlten noch ein paar Teile am Ende der Strahlen und ich wollte das dann gleich, wieder zuhause angekommen, noch fertig machen. Aber wie schon fast voraus zu sehen war, ist bei mir noch nichts weiter gegangen. Jetzt hatten und haben zuhause erst einmal andere Aktivitäten Priorität, Plätzchen backen, Weihnachtsdekoration, Karten basteln und die Post schreiben. Same procedure as every year. Also mal sehen, wann die Eule ihr Plätzchen finden wird. Aber alles in allem war dieser Mittag, wie überhaupt das Wochenende in Kopenhagen, ein richtiges Highlight, das uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Rie und Mette, vielen Dank, dass Ihr Eure Ideen mit uns geteilt und uns so freundlich aufgenommen habt!







Kommentare :

  1. Super Fotos, sehr kreativ! Macht Lust es auszuprobieren.

    AntwortenLöschen
  2. Dankeschön! Ja, das macht Lust, selbst kreativ zu werden. Der Nachmittag mit Rie war wirklich toll!

    AntwortenLöschen